ASUS, HTC und Gigabyte – was diese Unternehmen gemeinsam haben? Sie alle stammen von der Hightech-Insel im chinesischen Meer.

Taiwan und Hightech – diese beiden Begriffe gehen für viele Europäer nicht wirklich zusammen. Tief sitzen die Assoziationen, die Produkte aus Südostasien pauschal mit minderwertiger Qualität verknüpfen. Wie überholt solche Vorurteile sind, macht Taiwan auf besonders eindrückliche Art und Weise deutlich.
Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Beim Spaziergang über das Messegelände fällt rechterhand ein Roboter ins Auge, der den Besuchern freundlich zuwinkt. Gegenüber stehen große VR-Brillen bereit, und nur wenige Meter weiter hat ein Besucher einen automatisierten Handschuh übergestülpt, den er Finger für Finger mit Bewegungen der anderen Hand steuert.

Wo es sowas gibt? Nicht etwa auf der Gamescom oder einem Digitalisierungskongress, sondern auf der MEDICA, der führenden Gesundheitsmesse, in Düsseldorf. Längst sind Automatisierung, 5G und das Internet der Dinge auch in der Gesundheitsbranche angekommen. Unter dem Stichwort „Smart Health“ sollen medizinische und chirurgische Exzellenz vorangetrieben werden – und die Hoffnungen sind groß.

Noch vor fünf Jahren schätze eine Studie der Unternehmensberatung pwc die monetären Effizienzpotenziale für das bundesdeutsche Gesundheitswesen auf insgesamt 39 Milliarden Euro. Seitdem hat sich einiges getan, doch selbst ein kurzer Besuch auf der Medica macht deutlich: noch immer bleiben viele Potenziale ungenutzt.

Mensch und Technik Hand in Hand

Wohin die Reise führen könnte, zeigt ein Blick auf führende Nationen im Smart Health Bereich. Taiwan gehört hier zu den absoluten Spitzenreitern und ist mit einem eigenen Pavillion auf der Medica vertreten. Dort erklärt man: es geht bei Smart Health keineswegs darum, Ärzte, Pfleger, oder den persönlichen Kontakt zum Patienten zu ersetzen. Vielmehr sollen Smart Health Lösungen alle Beteiligten dabei unterstützen, ihrer Arbeit besser und einfacher nachgehen zu können. Kollaboration statt kompletter Automatisierung – das ist die Idee hinter vieler der hier gezeigten Produkte.

Der Röntgenblick

Wie das konkrete aussehen kann zeigt beispielsweise das Unternehmen HTC mit dem Virtual Reality Produkt VIVE Pro EYE. In Verbindung mit der KI-Plattform „DeepQ“ können angehende Chirurgen hier Operationen am virtuellen Körper einüben, bis jeder Handgriff sitzt. An einem lebenden Menschen zu operieren kann extrem nervenaufreibend sein. Kommt dann noch dazu, dass ein bestimmter Eingriff zum ersten Mal durchgeführt wird, kann es leicht zu stressbedingten Fehlern kommen.

Hochleistungskameras der anderen Art hat auch Taiwan Main Orthopaedic Biotechnology Co. Ltd. im Gepäck. Die intelligenten OP-Brillen „Caduceus“ greifen auf Mied-Reality- Technologien zurück, um ein präzises Bild etwa des Gefäß- und Nervensystems eines Patienten zu zeichnen. Der Chirurg muss den Fortschritt der Operation nicht mehr auf einem externen Monitor verfolgen und kann seine volle Aufmerksamkeit auf seine Hände richten. Besonders bei anspruchsvollen Operationen, etwa an der Wirbelsäule, erhöht die intelligente Chirurgie-Brille die Genauigkeit und verkürzt die Operationszeit – ein Vorteil für Arzt und Patient gleichermaßen.

Diagnose Digital

Doch nicht nur auf dem OP-Tisch können Smart Health Lösungen Ärzte unterstützen. Gerade in der Diagnostik machen digitale Technologien viele Prozesse effizienter und weniger fehleranfällig. Ein vollwertiger Diagnoseroboter mag noch Zukunftsmusik sein – auch wenn Künstliche Intelligenzen schon jetzt in manchen Bereichen treffsicherer Diagnosen treffen, als die menschlichen Kollegen. In jedem Fall können smarte Technologien Mediziners zusätzliche Informationen liefern, die die richtige Bestimmung eines Krankheitsbilds erleichtern.

So etwa das weltweit erste Gerät zur Differentialzählung von Knochenmarksabstrichen von aetherAI. Dauerte dieser Vorgang manuell bis zu 30 Minuten, kann die Zählung nun in Sekundenschnelle durchgeführt werden. Dieser KI-gesteuerte Workflow liefert dadurch schnellere und zuverlässigere Diagnosen.

Ist ein Eingriff erfolgreich erlaufen ermöglichen Apps wie AI-SWAS, die Wundheilung zu überwachen, ohne dass Patienten extra ist Krankenhaus kommen müssen. Von Forschern und Ärzten der National Taiwan University (NTU) und der Uniklinik NTU Hospital in Taipeh entwickelt können Patienten einfach und sicher Bilder der Wunde mit ihren Ärzten teilen, Diese könne so den Heilungsfortschritt eruieren, nach Anzeichen von Schwellungen oder Infektionen Ausschau halten und so den Regenerationsprozess unterstützen.

Therapeut statt Terminator

Mit diesem Thema befasst sich auch die Rehabotics Medical Technology Corporation – und lieferte auf der Medica einen echten Hingucker. Die „Mirror Hand” sieht aus, als wäre sie einem neuen Terminator-Film entsprungen. Tatsächlich handelt es sich um einen Rehabilitationsroboter, der beispielsweise nach Schlaganfällen zum Einsatz kommt. Gemeinsam mit einem zugehörigen Sensor-Handschuh trainiert die Roboterhand die betroffenen Muskeln per Spiegeltherapie.

Was wie Science-Fiction aussieht, könnte also schon bald medizinischer Alltag sein – ein Eindruck, der sich auf der Medica an jeder Ecke bestätigt. Und so verlässt man das Düsseldorfer Messegelände vor allem mit diesem Eindruck: Die Zukunft der Gesundheitsindustrie ist smart.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.taiwanexcellence2019.de/pc/de/

Teile diesen Beitrag

Es ist kein Zufall, dass PC-Enthusiasten ihr Gaming-Setup heutzutage als „Battlestation“ bezeichnen. Klar, Spielen als Freizeitbeschäftigung zum Entspannen, das gibt es immer noch. Aber die PC-Gaming-Welt erlebt seit geraumer Zeit eine massive Zunahme kompetitiver Multiplayer-Titel, die von einem Mainstream-Publikum gespielt werden. Gaming-Setups sind daher nicht mehr nur ein Fenster in immersive virtuelle Welten. Für viele Spieler sind ihre Battlestations zu einem wichtigen Instrument geworden, das eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Spielers in einem kompetitiven Umfeld spielt. Nicht mehr nur professionelle E-Sport-Athleten entscheiden sich für High-End-Komponenten, um Millisekunden zu sparen, die in einem hektischen virtuellen Kampf über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Spiele auf hohem Skilllevel und mit Siegeswillen zu spielen, ist auch unter nicht-professionellern Spielern immer verbreiteter, und auch sie legen zunehmend Wert auf ihre Ausrüstung, um einen Vorteil gegenüber ihren Gegnern zu erlangen.

Aber worauf sollten PC-Spieler bei der Auswahl der Komponenten achten? Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Weniger Stau, bessere Luft und mehr Platz für Alle – das sind die Ziele moderner Verkehrspolitik, wie Großstädte sie weltweit verfolgen. In Asiens rasant wachsenden Metropolen wird sich entscheiden, ob innovative Technologie und neue Mobilitätsangebote rechtzeitig dazu beitragen können, Verkehrsinfarkte zu verhindern, oder ob Fehler der Vergangenheit hier wiederholt werden.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Knapp eine Viertel Millionen Besucher verzeichnete die IFA 2019. Klarer Trend auf der Weltleitmesse für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte in diesem Jahr: künstliche Intelligenz und – natürlich – smarte Elektronik. Und so konnte Taiwan auch in diesem Jahr seine Rolle als Vorreiter und Innovationszentrum unter Beweis stellen. 23 taiwanesische Unternehmen präsentierten ihre Produkte für den professionellen und privaten Gebrauch. Hier sind einige besonders herausragende Beispiele:

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Keine Münzen, kein Warten aufs Wechselgeld – smarte Bezahlsysteme sollen in Taiwans Städten Zeit sparen und den Alltag praktischer machen. Klaus Bardenhagen hat einen Tag lang ausprobiert, wie Besucher in Taipeh mit der EasyCard zurechtkommen können.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Das vergangene Wochenende hielt für alle Technikfans ein besonderes Highlight bereit: Bis zum ersten Juni konnten sie auf der zweitgrößten Computermesse der Welt einen Blick auf die Innovationen der Zukunft erhaschen. Und zwar nicht etwa im Silicon Valley, sondern in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan.

Über 1.600 Hersteller präsentierten auf der diesjährigen Computex ihre neusten Produkte, von etablierten Marken wie Acer, ASUS oder MSI bis zu spannenden neuen Startups. Damit konnten sie nach ersten Schätzungen 42,495 Besucher auf die Messe locken – ein neuer Rekord. Dafür sorgte auch das breite Themenspektrum der Computex 2019: Artificial Intelligence (AI), das Internet of Things (IoT), 5G, Blockchain, „Innovations & Startups“ sowie Gaming & XR sollten im Fokus stehen.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Dem Internet of Things soll in Deutschland endlich der Durchbruch gelingen, doch Unternehmen und Politik tun sich schwer. Ein ambitioniertes Projekt aus Taiwan zeigt mögliche Ansatzpunkte.

2018 sollte der Durchbruch für das Internet of Things in Deutschland sein – so prophezeite es eine IDC-Studie aus dem Januar vergangen Jahres, in der insgesamt 444 Unternehmen und Behörden aus Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt wurden. Nach über einem Jahr steht fest: Die Richtung stimmt, aber der große Wurf blieb vorerst aus.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Die Auswirkungen der Digitalisierung sind allgegenwärtig, aber kaum eine andere Branche ist davon so stark betroffen wie der Gesundheitssektor. Grund dafür sind vor allem zwei technologische Weiterentwicklungen: Das Internet of Things (kurz IoT), das Maschinen und Daten mit einander vernetzt, und künstliche Intelligenz (KI) um diese Daten auszuwerten und zu analysieren. Der Traum von einem längeren und gesünderen Leben rückt damit einen Schritt näher.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag

Wie Taiwan dank Erfindungsreichtum und innovativer Technologien die Wende gelingt

“Garbage Island” – diesen wenig schmeichelhaften Spitznamen hatte Taiwan noch vor nicht allzu langer Zeit inne. Die Insel mit ihrer hochentwickelten Industrie hatte in der Tat ein großes Müllproblem. Mehr als drei Tonnen sammelten sich pro Jahr an, lediglich 5% davon wurden recycelt. Ein einzelner Haushalt produzierte mehr als ein Kilogramm Müll am Tag.

Diese Zahl hat sich inzwischen mehr als halbiert, und auch die nationale Müllproduktion ist um etwa zwei Drittel gesunken. Die Recyclingrate lag 2017 bei 53%, einer der weltweiten Topwerte. Innerhalb von etwa zwei Jahrzehnten hat Taiwan eine beeindruckende Verwandlung durchlaufen. Wie ist Taiwan das gelungen? Die Antwort ist komplex, und doch genial einfach.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag